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Eindrücke von weit oben
Eine kleine Ankündigung vorweg: Im Juni sind wird in Bernried am Starnberger-See um uns die Europameisterschaft im Baumklettern näher anzusehen! Natürlich werden wir Euch auch davon berichten!
Weil das Baumklettern an sich schon sehr faszinierend und spektakulär ist, möchte ich Euch heute noch ein paar weitere Eindrücke in Form von Fotos präsentieren. Der Gartenchef hatte beim letzten Kletterauftrag seine Kamera dabei! Aber seht selbst:
Da wir in Zukunft noch mehr von Baumkletterern / Baumpflegern erzählen werden, existiert seit heute eine eigene Rubrik: “Bin im Baum”. :-)
Baumkletterer
Wer denkt, dass ein Landschaftsgärtner nur mit kleinen Pflanzen und Beeten oder Pflasterarbeiten beschäftigt ist, vergisst, dass die Pflege von Bäumen ebenso zum Berufsbild gehört, wie Baumfällungen.
Der Gartenchef hat in den letzten Monaten seine Weiterbildung zum zertifizierten Baumkletterer abgeschlossen und kann nun auch unerreichbare, große Bäume pflegen bzw. fällen. Baumkletterer werden gerufen, wenn Pflegearbeiten an großen Bäumen durchgeführt werden müssen, zu denen Arbeitsmaschinen wie Hub-Steiger keinen Zugriff haben.
Nicht jeder Landschaftsgärtner ist ein Baumkletterer! Um überhaupt klettern zu dürfen muss der Basiskurs SKT-A absolviert werden. Der Gartenchef wählte dazu die renommierte Einrichtung “Münchener Baumkletterschule” aus.
“Der SKT-A Kurs stellt den Einstieg in das Baumklettern dar. Innerhalb einer Woche vermittelt der praxisorientierte Kurs alle Kenntnisse, die für ein sicheres und selbständiges Arbeiten im Baum erforderlich sind. Dies umfasst den Aufstieg, das Bewegen und Positionieren im Außenastbereich, den Einsatz der Handsäge und den Abstieg. Als Klemmgerät kommt der Lockjack Sport zum Einsatz, wobei die traditionelle Klemmknotentechnik ebenfalls vermittelt wird. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer z.B. wie Gefährdungsermittlungen durchgeführt werden und wie ein verletzter Kollege aus dem Baum gerettet wird.”
Quelle: Münchener Baumkletterschule, abgerufen am 04.12.2011
Solltest Du also den Dienst / oder einen Rat eines Landschaftsgärtners und Baumkletterers benötigen, ist dieser Blog die richtige Anlaufstelle. Wir bemühen uns Deine Fragen so schnell es geht zu beantworten.
Heute war es nun endlich soweit! An einem trockenen, aber windigen Dezembertag, ging es in einen privaten Waldabschnitt zum Klettern. Dort sollte Totholz aus den Kronen der großen Eichen entfernt werden. Aber seht selbst:
Das Sonnensegel

Alles fing im September 2010 damit an, dass ein guter Freund und fleißiger Helfer diese Trockenmauer um den zukünftigen Sitzplatz setzte. Wie man erkennen kann, hatten wir damals auch schon die Erdkabel im Garten verlegt. Den Wall, den man vorne im Bild erkennen kann, hat der Gartenchef mit einem Bagger geformt.
Wir wussten zu dem Zeitpunkt schon, dass das Beet einfarbig bepflanzt werden soll und wir gern ein Sonnensegel hätten.
Im April 2011 ging es nun weiter. Ich berichtete von den Erdbohrungen mit dem Bagger, die uns nicht nur zu einem neuen Zaun verhalfen, sondern auch zu den Löchern für die Sonnensegel-Pfähle. 
Leider hatten wir die Rechnung damals nicht mit den zentimeterdicken Sandsteinplatten in unserem Lehmboden gemacht. Man kann es sich kaum vorstellen, aber der Bagger mit diesem gigantischen Bohrkopf versagte bei zwei von vier Löchern.
Aa~aaaber, nicht mit uns! Okay, wir geben zu, wir hatten danach einfach keine Motivation mehr per Hand diese Sandsteinbrocken aus den Löchern zu kratzen. Irgendwie war das alles leicht demotivierend. Unsere Hoffnung lag also auf einem benzingetriebenem Wacker-Hammer.

Wir mussten ziemlich tiefe Löcher bohren mit Gewalt in den Boden bringen, da wir uns für rund 4 m hohe naturbelassene, nicht unbedingt gerade gewachsene, Holzstämme (ohne Rinde) entschieden hatten. Diese Art von Stämmen findet man zum Beispiel auf Kinderspielplätzen und wurden von einer entsprechenden Firma vorbereitet. Unsere Stämme sind noch hell – das kann sich aber mit der Zeit noch ändern.
Auf dem Bild kann man erahnen wovon ich spreche. Unter einen, gerade einmal 20cm dicken Erdschicht kam 50 cm Sandstein!
So kam es dann, dass der Gartenchef am vergangenen Wochenende den Kampf gegen die Sandstein-durchwachsenen Löcher aufnahm. Er wuchtete mit einer Leichtigkeit dieses Monster von Wacker-Hammer in die Löcher und wieder hinaus, dass ich mir sicher war: Jetzt packen wir’s! (Ich konnte dieses Gerät nicht einmal ziehen!)
Ein großes Lob an dieser Stelle für diese Arbeit!
Das Ergebnis kann sich nämlich auf jeden Fall sehen lassen, auch, wenn vielleicht noch nicht alle Randsteine gesetzt sind. Ich find es einfach traumhaft schön.

